Exkursion in die Römerzeit

Die sechsten Klassen besichtigten die Saalburg

Dass man mitten in Deutschland echte Militärlager der Römer besichtigen kann, ist vielleicht nicht jedem bewusst. Eines dieser Lager ist das Kastell Saalburg, das auf einer Anhöhe bei Bad Homburg im Taunus liegt. Es diente dem Schutz der Grenze des römischen Reichs, des sogenannten Limes, und wurde um 160 n. Chr. in seiner heutigen Form errichtet. Nach seinem Verfall wurde es um 1900 wiederaufgebaut und gilt seitdem als das am besten rekonstruierte Römerkastell in Deutschland.

Unsere sechsten Klassen durften diese beeindruckende Anlage im Rahmen einer Exkursion des Fachs Latein kennenlernen. Für die lange Anfahrt wurden die 90 Schülerinnen und Schüler sowie die vier Lehrkräfte Frau Meier, Frau Ströbel, Herr Arnold und Herr Back mit einer Zeitreise in die römische Vergangenheit der Provinz Obergermanien” entlohnt. Sie besichtigten die verschiedenen Gebäude, in denen die ungefähr fünfhundert Mann starke Besatzung lebte und arbeitete: beispielsweise den Getreidespeicher, die Soldatenunterkünfte und die Principia”, also das große Mittelgebäude mit Heiligtum und Versammlungshalle. Angeleitet durch eine Rallye durften sich die Kinder innerhalb und außerhalb des Lagers auf den Wällen und Steinmauern sowie in den Ruinen des angrenzenden Lagerdorfs bewegen. Zum Programm gehörte für viele auch ein Besuch in der Taberna”, der Museumsgaststätte, die glücklicherweise nicht nur römische Speisen, sondern auch Pommes im Angebot hatte. Der Spaziergang zum wenige hundert Meter entfernten Limes mit seinem rekonstruierten Palisadenzaun rundete den Besuch ab.

C. Back