Innigkeit und gewaltige Klänge

24 Schülerinnen und Schüler des Celtis-Gymnasiums Schweinfurt – überwiegend Mitglieder der Leistungsfach-Kurse Musik der 12. und 13. Jahrgangsstufe – machten sich gemeinsam mit vier Lehrkräften am Sonntag, den 22. März 2026, auf den Weg nach Bamberg, um in der dortigen Konzerthalle die Aufführung des „Stabat Mater“ von Antonin Dvořak zu besuchen. Und sie wurden für den geopferten Sonntag-Nachmittag absolut belohnt. Wenn sich nach eineinhalb Stunden geistlicher Musik in lateinischer Sprache alle Schüler mit dem ganzen Saal zu Standing Ovations erheben, spricht das für ein besonderes Konzerterlebnis.


Dies lag zum einen an der berührenden Komposition Dvořaks, der persönliche Schicksalsschläge – zwischen 1875 und 1877 starben nacheinander seine ersten drei Kinder – in der Komposition des „Stabat Mater“ verarbeitete. Die Texte des „Stabat Mater“, die den Schmerz der Gottesmutter Maria um ihren gekreuzigten Sohn zum Inhalt haben, regten Dvořak zu einer sowohl innigen als auch klanggewaltigen Komposition an, die das Publikum in Bamberg vom allerersten pianissimo-Beginn an fesselte.


Zum anderen durften die Schülerinnen und Schüler eine hervorragende Aufführung dieses Werkes mit den Bamberger Symphonikern erleben, einem der führenden Orchester Deutschlands, mit dem fast 100 Sängerinnen und Sängern starken Wiener Singverein und einem erstklassigen Solistenquartett. Geleitet wurde die Aufführung vom Chefdirigenten der Bamberger, Jakob Hrůša. Ebenso wie Dvořak aus Tschechien stammend, kostete Hrůša mit seinen Musikerinnen und Musikern sowohl die zarten und lyrischen als auch die schwungvollen und strahlenden Passagen des Werkes voll aus und verhalf dem „Stabat Mater“ zu einer eindrucksvollen Aufführung.

 

Michael Styppa