Juvenes translatores- Fremdsprachen im Fokus

Auch wenn der Name es nicht vermuten lässt: Juvenes translatores ist ein Wettbewerb für moderne Fremdsprachen, der alljährlich von der Europäischen Kommission veranstaltet wird und sich an Schülerinnen und Schüler jeweils eines Geburtsjahrgangs richtet, die in der EU zuhause sind und mindestens eine weitere EU-Sprache lernen. Ihre Aufgabe ist es, einen Text aus einer der Fremdsprachen der Europäischen Union in eine andere Sprache (meist die deutsche Muttersprache) zu übersetzen. Für die Teilnahme müssen sich die Schulen bewerben und werden anschließend ausgelost, pro Land so viele, wie das Land Sitze im Europaparlament hat. Aus ganz Deutschland sind dies also 96 Schulen. 

Das Celtis-Gymnasium hatte dabei in diesem Jahr zum zweiten Mal Glück, und konnte mit der maximalen Anzahl von fünf Schülerinnen und Schülern an den Start gehen – zwei mit Englisch, einer mit Französisch und zwei mit Italienisch. Am Wettbewerbstag im November verbrachten sie in der Schule zwei Stunden am Computer, um an den soeben freigeschalteten Texten zu arbeiten und einen flüssig zu lesenden Text in deutscher Sprache zu produzieren – unter Aufsicht von Frau Frenzel und Frau Recchia und mit Online-Wörterbüchern als Hilfsmittel, jedoch ohne KI. Dies war gar nicht so einfach, da Übersetzungen im Fremdsprachenunterricht schon seit vielen Jahren keine Rolle mehr spielen und durch sogenannte Mediationen ersetzt wurden. Eine Ausnahme bildet hier natürlich das Fach Latein, weshalb die Schüler des Celtis-Gymnasiums eigentlich gut auf diese Aufgabe vorbereitet sind. Trotz dieser Tatsache und trotz teils sehr ansprechender Ergebnisse hat es im Endeffekt aber für keinen der Teilnehmer für einen Platz auf der Bestenliste gereicht, die im Februar dann veröffentlicht wurde und auf der (außer dem Landessieger) noch weitere 17 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland zu finden waren. In jedem Fall war es jedoch für alle eine spannende und bereichernde Erfahrung, und alle konnten am Ende zumindest ein T-Shirt und eine Urkunde mit nach Hause nehmen. Toll, dass ihr euch getraut habt, Lotte, Paula, Sina, Stella und Devrim!

A. Frenzel