Schüleraustausch Schweinfurt – Seinäjoki 2026

Fix und fertig, aber voller Vorfreude kamen wir am 06.02.2026 nach einem langen Reisetag in Seinäjoki an und wurden dort gleich von unseren Austauschschülern in Empfang genommen. 

Wir fuhren dann alle zu unseren Austauschschülern nach Hause, stellten uns vielleicht noch kurz vor und fielen dann hundemüde ins Bett. 

Am nächsten Morgen trafen wir uns nach einem kurzen, typisch finnischen Frühstück (das Brot dort ist soooo anders) an der Schule, um weiter nach Honkiniemi zu fahren. Dort konnten wir Würstchen an Stöcken und Pfannkuchen in gusseisernen Pfannen über dem Feuer braten. Diese aßen wir dann mit einer finnischen Erdbeermarmelade und ich kann eines sagen: Das waren mit Abstand die besten Pfannkuchen, die ich in meinem Leben je gegessen habe! Anschließend machten wir auf finnischen Tretschlitten das Eis unsicher (oder das Eis uns…). Nachdem wir uns dort sportlich verausgabt und alle Kalorien verbrannt hatten, gingen wir zum Mittagessen und Aufwärmen in ein Haus direkt neben dem zugefrorenen See. Nach einem finnischen Mittagessen konnten die, die wollten, in die Sauna gehen und optional in einem extra dafür geöffneten Loch des Sees baden gehen. 

Fazit zur Sauna: Finnen lieben es, in der Sauna innerhalb von einer Stunde vier volle Eimer Wasser auf die Saunasteine zu kippen und somit den Wassergehalt in der Luft immer so zwischen 60 und 80% zu halten. Fazit zum Eisbaden: Es war kalt. Ich bin sehr froh, dass ich es ausprobiert habe. Und es war kalt.

Am Sonntag hatten wir frei und verbrachten den Tag in unseren Gastfamilien. Zusammen mit einigen anderen Finnen und Deutschen trafen wir uns zum Eislaufen an Finnlands einzigem Waldrundweg, der so zugefroren ist, dass man dort Schlittschuhlaufen kann. Der Rundweg ist nur zu empfehlen, er ist wunderschön, wir hatten super viel Spaß und eine wundervolle Zeit. Gegen Mittag trennten wir uns dann schließlich und jeder unternahm etwas mit der eigenen Familie. 

Am Montagmorgen fuhren wir gemeinsam zur Schule, wurden dort von unseren zuständigen Lehrern empfangen und starteten eine finnisch-deutsche Projektarbeit. Danach besuchten wir gemeinsam mit unseren Austauschschülern ihren Unterricht. Die Unterrichtsstunden dauern dort ungefähr doppelt so lange und dementsprechend waren wir bis 15:30 Uhr in der Schule. Am Abend waren wir zusammen mit einigen anderen Schlitten fahren und anschließend Marshmallows an offenem Feuer in einem Tipi grillen. Ich kann nur eines sagen: An diesen Abend wurde aus vielen fremden Leuten eine große Gruppe. Wir rauschten den Schlittenberg unzählige Male hinunter, lachten und hatten einfach puren Spaß.

Am Dienstag waren wir wieder bis zum Nachmittag um 15:30 Uhr in der Schule, stellten unser Projekt vor und gingen anschließend zum Lasertag spielen. Da wir uns als Gruppe jetzt schon so gut verstanden, als würden wir uns nicht erst drei Tage, sondern drei Jahre kennen, hatten wir auch beim Lasertag unfassbar viel Spaß. Wir kämpften zwar verbissen, aber eigentlich nicht um Punkte, sondern eher in einer Art persönlichen Wettkampf, wer sich am besten um die Ecke quetschen und die anderen am schnellsten ausschalten kann. Dabei blieb es immer fair und es wurde viel gelacht, vor allem über sich selbst. Abends waren wir noch gemeinsam Pizza essen. Wir waren alle fast schon etwas traurig, weil es ja der letzte Abend zusammen war. 

Am nächsten Morgen fuhren wir alle zum Bahnhof und verabschiedeten uns extrem schweren Herzens von unseren Austauschpartnern. Nachdem wir in den Zug eingestiegen und die Finnen noch so lange es ging, mit unserem Zug mitgerannt waren, weinten wir alle erstmal ein Stückchen. Die Stimmung besserte sich nur langsam, aber bei der Ankunft in Helsinki war die Laune schon wieder deutlich gehoben. In Helsinki bekamen wir gegen Mittag eine Stadtführung, die uns innerhalb von zwei Stunden die Highlights der Stadt deutlich näherbrachte. Nach ausgiebigem (meist freiwilligem) Shopping kehrten wir ins Hotel zurück und trafen uns anschließend alle zum Abendessen. 

Und dann kam die Abreise. Nach einem finnischen Frühstück und finnischem Rührei, das manche köstlich, andere interessant fanden, checkten wir aus, watschelten mit unserem Gepäck zum Flughafen Helsinki und flogen zurück nach Frankfurt. Dort angekommen holten wir unsere Koffer, hatten dies zumindest vor, denn leider waren von 17 Koffern nur 15 angekommen. Naja, passiert. Um Punkt 23:00 Uhr waren wir am Schweinfurter Hauptbahnhof, wo sich die Reisegruppe auflöste. 

Vielen Dank an die tolle Organisation von Frau Pöschl und Frau Rosatti, die uns wunderbar durch die Reise geleitet haben. Und danke an alle Finnen, die uns so unfassbar gastfreundlich aufgenommen haben! Es war einfach nur mega. Danke!

Leon König (10b), N. Pöschl